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Bloggerboliden Folge 3! Diesmal mit Johnny Haeusler von @spreeblick

Bloggerboliden Folge 3! Diesmal mit Johnny Haeusler von @spreeblick

Überraschend, was manchmal zum Vorschein kommt, wenn man Blogger nach Ihren Autoerlebnissen fragt :) Heute darf ich ein paar automobile Einblicke von Johnny Haeusler (Spreeblick, Re:Publica und vor langer Zeit Sänger meiner Lieblingsband der frühen 90er *g*) präsentieren: Englische Autos und Allwetterjacken haben ja durchaus was miteinander zu tun. Zumindest wenn es sich um Roadster handelt. Johnny bringt aber auch noch den Touran ins Spiel!

Facebook Profilbild Johnny Haeusler

Da ich es just auf youtube gefunden habe, empfehle ich den guten, alten Song oben erwähnter Lieblingsband der frühen 90er Plan B “Beam me up Scotty” als Posting-Soundtrack :)

Wie ist Dein allgemeines Verhältnis zu Autos? Begeisterter Fahrer oder notwendiges Übel?

Ich fahre gerne Auto und finde technische Entwicklungen spannend, bin aber alles andere als ein “Auto-Narr”, lese keine Auto-Magazine, bin nicht im ADAC, ich hasse es, mich um ein Auto kümmern zu müssen, gebe meinen Autos keine Namen und gucke nur alle paar Jahre mal, was sich technisch so getan hat.

Ich finde den Blick unter die Motorhaube ebenso uninteressant (man sieht ja eh nix mehr) wie die meisten technischen Daten. Auto-Design hingegen interessiert mich ein bisschen, eben so, wie mich Produktdesign generell interessiert, weshalb ich auch alte Autos meistens mehr mag als neue.

Was war Dein erstes Auto – kannst Du Dich noch an ein besonderes Erlebnis erinnern?

Fotos habe ich keine, aber mein erster Wagen war 1982 oder 1983 ein hellblauer Renault R5, ziemlich genau wie der hier:

Renault R5 von Flickr

Toller Schalthebel übrigens.

Die Karre hat damals 1.000 DM gekostet, die mein Vater bezahlt hat, alle anderen Kosten gingen auf mich. So auch die Verschrottung, nachdem ich das Auto Freunden geliehen hatte, die es auf italienischen Gebirgsstraßen fertiggemacht haben. Danach kam ein mattgrau übergerollter VW Käfer, der viel cooler war. Und außerdem billiger.

Später hatte ich – nacheinander natürlich – viele Mini Cooper, bis heute eines meiner liebsten Autos. Einer davon, ein 1977er Modell, hatte ein Loch im Boden, das war toll, denn man konnte die Straße nur wenige Zentimeter unter sich vorbei rauschen sehen. Hatte aber keine Airbags, glaube ich. Der war leider irgendwann wirklich komplett am Ende.

Stellvertretend für Johnnys Mini-Historie hier mein alter 1000er Mini Mayfair MkII

Was fährst Du aktuell?

Da bei uns alles familientauglich sein muss, fuhren wir fast 10 Jahre lang einen Kangoo (wieder Renault – Zufall), eine Hassliebe, denn die Kiste ist enorm praktisch und günstig (außer im Verbrauch), aber irgendwie doch sehr klapprig… inzwischen ist es ein VW Touran. Sehr komfortabel und modern und mit einigen netten Spielereien. Nichts klappert, aber die hinteren Schiebetüren des Kangoo vermisst man… die hat bei VW nur der Sharan, aber der wäre für uns zu groß.

Flickr User Erik Jaeger

Ein Testbericht zu Deinem Auto in 140 Zeichen:

Komfortabel, hochwertig, zuverlässig, familientauglich, modern und so sexy wie eine Allwetterjacke von Tchibo.

Was wäre Dein absolutes Traumauto?

Ich würde sofort wieder einen alten Mini Cooper kaufen und fahren, aber zwei Autos sind noch schlimmeres Umweltverbrechen als eines, geht also gar nicht. Zumal ich meinen Arbeitsweg in erster Linie zu Fuß oder mit dem Rad bewerkstellige, der Wagen ist bei uns
Gebrauchsgegenstand für Einkäufe, Transporte und Urlaube oder Ausflüge.

Ansonsten wäre ich einem MGA absolut nicht abgeneigt. Meine Email-Adresse ist johnny@spreeblick.com, falls jemand seinen nicht mehr mag… um den würde ich mich auch kümmern, ehrlich!

Selbst in dem Zustand eine Schönheit! (Flickr User Shortlake)

Anm. Alex: Ich kenne einen Engländer, der die Dinger hier rüber holt. Also wenn wirklich mal Interesse besteht, sag(t) Bescheid!

Und ein Blick in die Kristallkugel: Was glaubst Du, wie wir in 2030 Auto fahren bzw individuell mobil sein werden?

Wirklich umweltfreundliche(re) Autos werden Massenware sein, vielleicht hat man bis dahin auch den Absprung vom Benzin wirklich eingeläutet (wenn es die Lobby zulässt – nun ja, langes Thema). Individualtransport wird wohl niemals sterben, aber Automatisierung
wird immer weiter voranschreiten, auf Autobahnen wird man auf elektronischen Schienen fahren können. Es wird noch mehr Konzepte wie den Smart oder dieses ulkige BMW-Konzept-Motorrad geben, das eingestellt wurde, bevor es ein paar Leute verstanden haben, also
wirklich kleine (und noch kleinere) motorisierte Individualtransportmittel. Man sieht das auch am Trend zu diesen Elektro-Fahrrädern. Außerdem wird alles vernetzt sein, na klar.

Und wir werden Blade-Runner-mäßig durch die Luft kacheln.

Bei Blade Runner sah das aber etwas anders aus, oder? :-) (Flickr User Tommy Location)

Vielleicht aber auch nicht.

Die größte Herausforderung beim Individualtransport bleibt die Frage der Umweltverträglichkeit und alles, was man hier verbessern kann, wird geschehen, denke ich, weil es geschehen muss. Dazu muss sich aber die Branche enorm umstellen, allein was das eigene Wissen und die Produktion angeht, und das dauert halt.

Und sobald die Dinger nicht mehr so viel Dreck in die Welt pusten, können sie auch endlich wieder schön sein. Und nicht nur vernünftig.

Stell doch kurz noch Dich und Dein Blog vor – gibt es ein Posting zum Thema Auto(-Fahren)?

Nee, das ist auf Spreeblick kein Thema. Ich denke so gut wie nie über Autos nach und bin gerade selbst überrascht, dass mir doch so viel dazu einfiel… vermutlich habe ich die vergangenen 20 Jahre gerade nachgeholt!

Beste Grüße!
Johnny

Vielen Dank für die spannenden und witzigen Antworten! Ich geh mir jetzt ne Tchibo-Allwetterjacke kaufen :) Und auch das Autoposting auf Spreeblick hat Johnny gleich mal nachgeholt :)